Ägypten, November 2017.

Urlaub. Endlich Urlaub. Die Sonne knallt mir auf den Pelz und der Tequila Sunrise schwitzt mindestens so sehr wie ich. Die Animations-Crew gibt derweil alles und tanzt am Pool zu Songs von David Guetta. Oder so. Ich höre nicht wirklich zu. Auf meinen Kopfhörer schallen die Tracks von Marteria, Casper, Kontra K, Deichkind, MoTrip, Fard. Und im Geiste, ganz im Stillen, bastel ich an meinen eigenen Texten zu deren Songs.

Im Laufe der Jahre gab es mehrere musikalische Projekte an denen ich mitgewirkt habe. Schon zu Schulzeiten shredderte ich mit der Gitarre in Hardrock- und Metalbands. Es war genial auf der Bühne zu stehen und vor dem Publikum einfach alles zu geben. Wie ein Rausch. Man tingelte von einem Gig zum nächsten, alles aufbauen, abrocken, abbauen, bisschen feiern, schlafen und dann wieder proben für das nächste Konzert. Mal spielte man in kleinen Clubs vor einer handvoll Leute, die lieber ihr Bier tranken, statt zuzuhören. Aber es gab auch Open Air-Konzerte und Gigs in vollen Hallen. Man dachte sich „es ist nur eine Frage der Zeit“, aber der große Durchbruch kam nie.

Also geht man arbeiten. Ganz normal. So wie alle es machen. Bei mir ist es die IT-Branche geworden. Ein „Byte-Schubser“ wie man manchmal hört, wenn die User nicht bekommen, was sie gerne hätten. Die Musik? Eher nur noch Hintergrundrauschen.

Ich bin der Funke, der das Benzin anlacht,denn ich bin der, der mit seinen Worten Feuer entfacht.

Stuttgart, Dezember 2017

„Revolution“, „Pulsar“, „Verzockt“ und „Batman“ sind die ersten Texte, die fertig werden und die es später auch auf das Album schaffen. Wieder in Stuttgart angekommen wird erstmal das Studio aufgebaut. „Studio“. Das klingt so als hätte man die Stücke nicht in einem Arbeitszimmer im ländlichen Raum rund um Benztown aufgenommen. Egal. DAW-Software, Keyboard, Gitarre, E-Drums, Sampler, virtuelle Instrumente. Es dauerte eine Weile bis der Sound stand, der zu den Worten passte. Aber am Ende passte es wie Arsch auf Eimer.

Letztlich war es Benedict, der mich nicht nur ermuntert hat wieder mit der Musik anzufangen. Genau jener Sänger, der mich schon aus Ulmer Jugendtagen kannte und zu dem ich über die Jahre immer irgendwie lose Kontakt gehalten habe. Genau jener Benedict, der nun auch den Schlussakkord beim Track „Vater“ bilden sollte, der das Album „Zwischen Blitzen und Glühwürmchen“ komplettieren sollte. Irgendwie schließt sich damit ein Kreis.

Warum „Zwischen Blitzen und Glühwürmchen“? Der Albumtitel geht zurück auf ein Zitat von Mark Twain: „Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beihnahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und dem Glühwürmchen“. Gleiches galt auch für die einzelnen Tracks auf dem Album. Ich war stets auf der Suche nach dem nächsten tiefgründigen Wortspiel oder einer kurzen Poesie begleitet von Passagen und Emotionen, die einfach nur nach „Klartext“, nach einfachen Worten verlangten. Manchmal war es genial, manchmal einfach nur geradeaus. Wie Blitze und Glühwürmchen.

Wenn du noch mehr über mich erfahren willst, dann pump dir meine Beats und hör in mein Album rein. Besser kannst du mich vermutlich kaum kennenlernen. Und wenn du willst, dann folge mir auf Intagram, Facebook, Youtube oder wo auch immer du dich sonst noch virtuell rumtreibst. Wir sehen uns dort.



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